Cato´s Taktik

Dr. phil. Claudia Simone Dorchain, M.A.

  Philosophische Praxis

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Was ist der Mensch?

Was können wir wissen?

Was dürfen wir glauben?

Worauf können wir hoffen?

Was sollen wir tun?

Kants Fragen leiten auch heute noch Ratsuchende in aller Welt, die durch Philosophie Lebensrat erfahrbar machen wollen. Philosophische Praxis ist ein kritisches rationales Geschehen. Auf der Basis der Philosophie werden Lebensfragen geklärt. Der sokratische Dialog eröffnet hierbei neue Horizonte des Denkens und Handelns.

220px-Marcus_Porcius_CatoErinnern Sie sich an diesen charmanten Herrn?

Der römische Staatsmann Marcus Porcius CATO (234-149 v. Chr.) ist heute vielen (Asterix-Lesern) Altertumskennern bestens bekannt als der unerträgliche alte Querkopf, der im römischen Senat immer schrie “Ceterum censeo, Carthaginem esse delendam”, was soviel heißt wie: Ausserdem meine ich, Karthago muss zerstört werden.

Wie wir wissen, hat sich CATO durchgesetzt....

   Doch kommen wir zurück ins 21. Jahrhundert und in die Philosophie.

Was habe ich denn mit CATO und seinem Aufruf zu tun?

Ganz einfach: ich liebe meine Berufung als philosophische und spirituelle Beraterin. Insbesondere die Philosophie hat einen hohen Orientierungswert, der schützenswert ist. Ein langjähriges Studium der Disziplinen Ethik, Erkenntnistheorie, Logik und Metaphysik ist nicht nur ein Genuss für den Studierenden, sondern auch harte Arbeit, und ohne diese Grundlage wird man schwerlich philosophisch beraten können.

Deshalb bin ich dafür, dass es ein Philosophengesetz gibt, das den Begriff der “philosophischen Beratung” rechtlich schützt und es vorschreibt, dass jeder Anbieter Philosophie studiert hat. Denn niemand käme auf den Gedanken, dass ein Laie den Körper operieren könnte. Aber derzeit gibt es noch kein Gesetz, das verhindert, dass philosophische Laien den Geist “operieren” mit dem, was sie für Philosophie halten.

Das finde ich unfair gegenüber Klienten und Fachkollegen gleichermaßen. Ich will, dass die “philosophische Beratung” von denen ausgeübt wird, die Jahre ihres Lebens mit dem anspruchsvollen Philosophiestudium verbracht haben und eine authentische Beratung bieten können. Wir wissen natürlich, ein Philosophiestudium allein ist nicht hinreichend, um gut zu beraten. Aber es ist notwendig. Diese Notwendigkeit soll anerkannt werden als Leistungsstandard und “Gütesiegel” philosophischer Praxis. Und deshalb sage ich: “Außerdem meine ich, es muss ein Philosophengesetz geben!” 

 

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